Das Richtfest
wird gefeiert, wenn der Rohbau eines Gebäudes fertig gestellt und der Dachstuhl errichtet ist.

Der Name Richtfest leitet sich vom Ausdruck aufrichten oder errichten her, mit dem das Aufstellen des Dachstuhls bezeichnet wird.




Der entscheidende letzte Nagel des Dachstuhls muss vom Bauherrn eingeschlagen werden. Hier gilt es, immer mit dem Hammer den Nagel zu treffen und sich nicht auf die Finger zu hauen.

Ein symbolischer Händedruck als Ausdruck des Dankes für die Fertigstellung des Dachstuhles.



Im Anschluss an den Richtspruch wird gefeiert, der so genannte Richtschmaus findet in der Regel auf der Baustelle statt. Der Bauherr richtet das Fest aus und es ist sein Dank an die beteiligten Handwerker
 

Das neue Haus wird an der höchsten Stelle des Daches mit einem Richtkranz (Richtkrone) geschmückt.

Der Meister der Zimmerleute hält eine kurze Ansprache, die mit einem zünftigen
Zimmermannsspruch endet.


Der Richtspruch ist ein Dank an den Bauherren verbunden mit der Bitte um viel Glück für das Haus und seine Bewohner.
Der Redner stößt meist mit Sekt an, um auf das Wohl der Hausbesitzer zu trinken, und wirft am Ende des Richtspruches das Glas vom Dach.


Jetzt muss der Bauherr den allerletzten Nagel einschlagen, symbolisch für die Fertigstellung des Dachstuhles.